zurück


Liebe Schwestern und Brüder,

normalerweise würden wir heute zusammen Osternacht feiern und beim anschließenden Empfang auf den auferstandenen Herrn Jesus, auf das Leben und unser Erlöstsein anstoßen. Ich merke, wie ich das in diesem Jahr vermisse, wie ich Euch vermisse – und ich glaube, es ist gut, das auch einmal auf diese Art und Weise zu spüren.

Ich nehme Euch alle mit hinein in die Feier der Osternacht und mache, wenn der Gottesdienst zu Ende ist, einen Wein auf und trinke auf Euer Wohl. Die wunderschöne Osterkerze, die ich heute geschenkt bekam, werde ich dabei anzünden. Ich werde mich dabei tief mit Euch verbunden fühlen, weil Jesus auch hier da sein wird. Über ihn ist eine Verbindung in einer unglaublichen Tiefe möglich, die auch dann wirksam wird, wenn wir uns nicht von Angesicht sehen. Verbindung und Gemeinschaft ist etwas, das man fühlt. Gerade in diesem Jahr meldet sich das bei mir mit einer großen Intensität.

Wo immer Ihr seid und was immer ihr vorhabt: Ich wünsche Euch ein gesegnetes und intensives Osterfest.

Vielleicht gelingt es mir, Euch mit diesem “Irischen Ostersegen” für das Jahr 2020 ein kleines Osterlachen ins Gesicht zu zaubern.


Möge die österliche Sonne Dein Gesicht bescheinen
und Deine Seele erwärmen.
Die Hoffnung weiche nicht aus Deinem Herzen,
noch Dein Vertrauen in das Leben.

Sei stets achtsam,
doch frei von unangemessener Unruhe.
Habe einen Sinn dafür,
was Du in diesen Tagen wirklich brauchst
für Leib und Seele.

Lass von Trugbildern Dich nicht blenden!
Was willst Du, bist Du nicht Bäcker,
zuhause mit 10 Packungen Mehl?
Wisse: Ein Übermaß an Klopapier
Zeugt vom Durchfall des Geistes,
nicht des Darmes.
Du brauchst es nicht,
wenn Dir 20 Pfund gehamsterte Nudeln
aus den Ohren herauskommen.

Reinheit sei auf Deinen Händen
und in Deinem Gewissen.
Werde zur Plage nicht denen,
die sich plagen müssen.
Ein gutes Wort für Sie ziere Deine Lippen.

Mögest Du Wege finden,
die Dich zu anderen führen,
ohne Dein Zuhause zu verlassen.
Sei in Frieden mit Dir und mit Deinen Mitmenschen.
Und sei gewiss: Der Tod
ist nicht das Ziel Deines Lebens.


Herzlich grüßt Euch

Eure Mitbruder

Peter Eckstein,

der hier Mensch und Pfarrer zugleich sein darf.


zurück