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Grundsteinurkunde von 1895
Das Buch zur Chronik

Wegen der Nähe des Klosters Rotaha konnte sich in Nieder-Roden schon sehr früh kirchliches Leben entwickeln. Allerdings gibt es über die Anfänge einer selbständigen Pfarrgemeinde bis heute keine verlässlichen Unterlagen. Fest steht jedoch, dass am Sonntag vor dem Feste Mariä Himmelfahrt des Jahres 1298 die erste Kirche geweiht wurde. Ein Zeichen dafür, dass schon vorher hier eine Kirche gestanden haben muss, ist die Tatsache, dass das Kirchweihfest 1298 von dem zuvor gefeierten Matthiastag im Februar auf den Sonntag vor Mariä Himmelfahrt verlegt wurde.
Im Jahre 1298 wurde auch der alte Wehrturm in den Kirchbau mit einbezogen. Er beherrscht bis auf den heutigen Tag das Ortsbild von Nieder-Roden und steht seit vielen Jahren unter Denkmalschutz.
Im Jahre 1519 wurde eine Glocke zu Ehren der Muttergottes Maria geweiht. Diese Glocke hängt heute noch im Kirchturm.
1542 wurde die Kirche erweitert. Über diese Erweiterung berichtet ein Stein, der in die Mauer der Sakristei eingemauert ist.
1866 wurde den Kirchturm renoviert und das ehemals flache Dach mit der Spitze und den vier Ecktürmchen versehen.

Spätestens seit 1346 ist Nieder-Roden selbständige Pfarrei. Im 16. bis Mitte des 17. Jahrhunderts wurde Nieder-Roden teilweise von der Pfarrgemeinde Ober-Roden mit betreut. Im 16. Jahrhundert bis zum Jahre 1578 war Nieder-Roden wechselweise katholisch oder evangelisch. Seit 1578 blieb es dann katholisch.

1666 wurde die St. Matthiasgemeinde wieder selbständige Pfarrei. Die im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigte Kirche wurde neu hergerichtet und der wertvolle Marienaltar restauriert. Der Altaraufsatz entstand um 1520. Bis heute konnte nicht eindeutig nachgewiesen werden, ob dieser Altar der Riemenschneiderschule entsprossen ist. In der Mitte des Nieder-Röder Altaraufsatzes steht die Rodgau-Madonna mit dem Jesuskind, das einen Apfel hält. Rechts neben der Mutter Gottes befindet sich der Kirchenpatron St. Matthias mit Buch und Beil, links neben Maria St. Johannes mit dem Giftkelch. Auf den beiden Seitenflügeln sind Petrus, Paulus, Andreas und Jakobus dargestellt. An den Außenseiten der Altarflügel erkennt man die zweifigurige Kreuztragung »Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen«.

Die Grösse der Gemeinde und die damals sehr baufällige Kirche führten zu einem Kirchenneubau. Am 27. September 1896 wurde das in neugotischem Stil erbaute dreischiffige Gotteshaus eingeweiht. Die lebensgroße Matthiasstatue über dem Hauptportal auf der Außenseite wurde am Matthiastage 1897 angebracht. Durch die Ansiedlung der Flüchtlinge und Heimatvertriebenen wuchs in Nieder-Roden der Anteil der evangelischen Christen und in der fast ausschließlich evangelischen Nachbargemeinde Dudenhofen der Anteil der katholischen Christen. Ende 1945 lebten in Dudenhofen etwa 400 Katholiken. Diese wurden bis zum Bau einer eigenen Kirche im Jahr 1954 seelsorgerisch von Nieder-Roden aus betreut.

Für die vielen katholischen Neubürger in RolIwald wurde 1971 ein auf kircheneigenem Gelände errichteter Kirchenpavillon eingeweiht. Vom Glockenturm der Rollwaldkirche ruft die ehemalige Lagerglocke heute die Gläubigen zum Gottesdienst.

Im Jahre 1982 ließ die katholische Pfarrgemeinde Nieder-Roden die neugotische St. Matthiaskirche renovieren und viele Teile des Mauerwerkes restaurieren. Das gesamte Dach wurde neu mit Schiefer gedeckt, der brüchig gewordene Sandstein wurde saniert und die Fenstervergitterungen überholt. Mit der Renovierung wurde sichergestellt, dass die historischen Teile des Gebäudes mit dem gotischen Turm und dem spätgotischen Marienaltar erhalten bleiben.