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Der heilige Apostel Matthias

Wie man weiß, war die heilige Zwölfzahl der Apostel des Herrn durch den Verrat des Judas Ischariot zerstört worden. Nach der Himmelfahrt Christi versammelten sich die Apostel und Jünger des Herrn in einem Hause zu Jerusalem zum Gebet, als Petrus, den Christus zum Haupt der Apostel ernannt hatte, das Haus betrat. In der Apostelgeschichte heißt es darüber: In jenen Tagen trat Petrus unter die Jünger und wies sie auf das traurige Ende des Verräters, der ausgewählt war wie sie alle, als Apostel das Evangelium des Herrn zu verkünden. Er hatte sich selbst gerichtet, aber er hatte zu ihnen gezählt und Anteil an diesem Amt. Gemäß den Worten des Psalmbuches aber sollte ein anderer sein Amt erhalten (wohl nach dem Vorbild der zwölf Stämme Juda). "So muß denn", fuhr Petrus fort, "einer der Männer, die mit uns zusammen waren all die Zeit, da der Herr Jesus unter uns aus- und einging, mit uns Zeuge sein von seiner Auferstehung." Da brachten die Apostel zwei von den Jüngern Jesu in Vorschlag, den Barnabas mit dem Beinamen 'der Gerechte' und Matthias, dessen Name 'Geschenk Gottes' bedeutet.Denn er war von Gott gegeben, weil der Herr ihn auswählte unter den zweiundsiebzig anderen Jüngern, die Jesus gefolgt waren. Durch das Los bestimmt, wurde er unter die zwölf Apostel gezählt. Diese Wahl des neuen Apostels war die erste Handlung von Petrus als Führer der Jünger, wenn man will also in seinem Amte als erster Papst. Historisch ist uns von Matthias nichts anderes bezeugt. Er soll nach der Tradition zunächst in Judaä, dann in Äthiopien das Evangelium verkündet haben. Nach großen Erfolgen sei der neue Apostel in Ausübung seines Missionsauftrages um das Jahr 63 von den Feinden des christlichen Glaubens halbtot gesteinigt und mit dem Beil erschlagen worden. Deshalb wird er auch mit Buch, Beil, Steinen und Schwert dargestellt. Er ist Patron der Bauhandwerker, Tischler, Metzger, Schmiede, Schneider, Zuckerbäcker. Die hl. Helena soll seine Reliquien nach Rom gebracht und von dort zum größten Teil ihrer Lieblingsstadt Trier geschenkt haben. Sie werden in der Benediktinerabtei St. Matthias bis zum heutigen Tage verehrt. Diese Kirche stammt aus dem 4. Jahrhundert, ein Neubau wurde Mitte des 12. Jahrhunderts anläßlich der Auffindung der Reliquien des hl. Apostels errichtet, dessen Name die Kirche seitdem trägt. Es ist das einzige Apostelgrab auf deutschem Boden. Das Haupt des Apostels wird in S. Maria Maggiore zu Rom aufbewahrt. Er ist Schutzheiliger der Bauhandwerker und Zimmerleute. Dargestellt wird er mit Buch, Hellebarde, Steinen oder Schwert.

Die Legende:
Die ,Legenda aurea' erzählt, daß Matthias in Mazedonien den Glauben predigte. Da gab man ihm einen giftigen Trank zu trinken, von dem alle, die ihn tranken, blind wurden. Er aber trank ihn in Christi Namen ohne allen Schaden und machte durch Handauflegen zweihundertundfünfzig Menschen sehend. Aber der Teufel erschien ihnen in Gestalt eines Kindes und riet ihnen, daß sie den Matthias töteten. Nun war er mitten unter ihnen, und dennoch suchten sie ihn drei Tage und konnten ihn nicht finden. Am dritten Tag aber gab er sich ihnen zu erkennen und sprach: "Ich bins, den ihr suchet." Da banden sie ihm die Hände auf den Rücken, legten ein Seil um seinen Hals und schlugen ihn hart und warfen ihn ins Gefängnis. Dort erschienen Teufel und knirschten mit den Zähnen wider ihn, aber sie vermochten nicht, sich ihm zu nahen. Da kam der Herr zu ihm in einem großen Glanz und hob ihn von der Erde auf und löste ihn aus den Banden, in denen er lag, und stärkte ihn und tat ihm die Türe auf. Und Matthias ging heraus und predigte das Wort Gottes. Etliche, die ihn hörten, waren aber in ihren Sünden verhärtet und widerstanden ihm. Er aber sprach: "Ich sage euch, ihr werdet lebendig zur Hölle fahren." Und alsbald tat sich die Erde auf und verschlang sie. Da wurden alle anderen zum Herrn bekehrt.